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Schöplin_theater_moenchengladbachTenor Hans-Jürgen Schöpflin als Gustav von Aschenbach in Benjamin Brittens „Death in Venice“ am Staatstheater am Gärtnerplatz in München

Mönchengladbach, Barcelona, München: Als der Tenor Hans-Jürgen Schöpflin im Mai 2006 mit der Partie des Gustav von Aschenbach in Benjamin Brittens „Tod in Venedig“ im Theater Mönchengladbach erfolgreich Premiere feierte, ahnte er vermutlich nicht, dass es genau diese Rolle ist, mit der er in den folgenden Jahren immer wieder glänzen würde. Schöpflin, der zum Ende dieser Spielzeit die Vereinigten Städtischen Bühnen nach vier Jahren Festengagement verlässt, übernahm diese Partie im Frühjahr 2008 ein zweites Mal, nämlich am Gran Teatre Liceu in Barcelona unter der Regie des jetzigen RuhrTriennale-Intendanten Sebastian Weigle. Sowohl Publikum als auch Fachpresse waren begeistert! Vor knapp zwei Wochen nun, genau am 20. Juni, feierte er in dieser Rolle zum dritten Mal eine umjubelte und hoch gelobte Premiere: am Münchener Gärtnerplatztheater, wo Brittens „Death in Venice“ in der Inszenierung von Immo Karaman zu sehen ist.

Die Süddeutsche Zeitung, die von einem „sängerisch wie spielerisch herrlichen Hans-Jürgen Schöpflin“ schwärmte, schrieb außerdem:

„Vollkommenheit in der Oper kann es aus nahe liegenden Gründen nicht geben.
Aber es gibt, sehr selten, Aufführungen, die zumindest die Vision von Vollkommenheit erwecken. Wie jetzt am Münchener Gärtnerplatztheater, wo Tenor Hans-Jürgen Schöpflin, Chefdirigent David Stahl und das Bühnenteam um Immo Karaman solch ein Wunder hingestellt haben – (…) Sängerisch völlig uneitel, ganz trockener Chronist einer seelischen Zerrüttung, singt Schöpflin. (…) Fast zwei Drittel des Abends singt er, und es verblüfft, wie genau er seine Kräfte einteilt, wie sanft er in den Höhepunkt hineingleitet, wie er die Spannung selbst im dramaturgisch unruhigen zweiten Akt hält, (…) wie konsequent sängerisch er agiert.“
(Reinhard J. Brembeck, in: Süddeutsche Zeitung, Feuilleton. 23. Juni 2009)

Auch wenn Hans-Jürgen Schöpflin künftig vermehrt auf anderen Brettern, die die Welt bedeuten, zu erleben sein wird, kehrt er doch in der kommenden Spielzeit zumindest als Gast nach Mönchengladbach zurück: So singt und spielt er ab dem 4. Oktober im TiN (Ausweichquartier „Theater im Nordpark“) den „Fremden“ in Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“ und in Igor Strawinskys „Die Karriere des Wüstlings“(Premiere: 27. Februar 2010) die Figur des Tom Rakewell. Mit diesen beiden Rollen überzeugte er bereits das Krefelder TaZ-Publikum, und wer weiß, vielleicht entwickeln sich daraus ja noch weitere Rollen seines Lebens




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